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Dienstag, 30. März 2010
Abendteuer Busfahren
revolution9, 22:19h
KFZ ist in Reparatur, damit es durch den TÜV kommt. Um 14:30 ist es fertig. Ich steige in den Bus, frage den Fahrer, ob er in eine bestimmte Straße fährt, was er bejaht, also 2,30€ bezahlen, hinsetzen, durch die Gegend fahren, bis der Straßenname angesagt wird.
Die Leute steigen ein und aus. Mal sitzt die Person neben mir, mal jene. Ich fahre nicht sehr oft Bus, das ständige links, rechts, anhalten, weiterfahren, zieht sich hin.
Nach 40 Minuten, die relativ schnell vergingen, verlassen wir die Stadt, die nahtlos in eine andere übergeht. Ich denke, ok, vielleicht fährt der Fahrer, der kurz nach Fahrtbeginn an einer Haltestelle wechselte, auf der Rückfahrt in diese Straße. Es macht mich aber doch recht skeptisch, immerhin ist schon viel Zeit vergangen. Nahezu eine Stunde Bus fahren kann doch wohl nicht sein. Also frage ich lieber nach. Aus der Gegend kommen wir doch, sagt der Fahrer. Da sind sie aber zu weit gefahren! Wie bitte? Ihr Kollege meinte, der Bus würde direkt in diese Straße fahren! Woher soll ich das wissen, zumal mir die Stadt noch neu ist? Der Fahrer hätte ja sagen können, ich müsse dafür in einer anderen Straße aussteigen und den Rest zu Fuß gehen. Diese dumme Sau! Letzteres sagte ich nicht, dachte es mir aber. Und wäre der Fahrer noch anwesend gewesen, hätte ich meinem Ärger auf jeden Fall Luft gemacht. Doch dieser Fahrer kann ja nichts dafür, was sein Kollege verzapft.
Nun stehe ich an einer Haltestelle und warte auf den Bus in die andere Richtung. Während des Wartens ruft mein Chef an. Nachdem er hört, was sich abspielte, macht er sich auf dem Weg, um mich abzuholen und in die Werkstatt zu fahren. Wie nett! Dennoch muss ich weitere 20 Minuten warten, während dessen mir allmählich kalt wird. Es wird zwar Sommer, sonderlich warm ist es aber in den Abendstunden nicht.
So komme ich gegen 16 Uhr tatsächlich noch in der Werkstatt an, zahle, fahre heim, verstaue die Winterreifen im Keller und inseriere das KFZ zwecks Verkauf. Abendteuer Busfahren.
Die Leute steigen ein und aus. Mal sitzt die Person neben mir, mal jene. Ich fahre nicht sehr oft Bus, das ständige links, rechts, anhalten, weiterfahren, zieht sich hin.
Nach 40 Minuten, die relativ schnell vergingen, verlassen wir die Stadt, die nahtlos in eine andere übergeht. Ich denke, ok, vielleicht fährt der Fahrer, der kurz nach Fahrtbeginn an einer Haltestelle wechselte, auf der Rückfahrt in diese Straße. Es macht mich aber doch recht skeptisch, immerhin ist schon viel Zeit vergangen. Nahezu eine Stunde Bus fahren kann doch wohl nicht sein. Also frage ich lieber nach. Aus der Gegend kommen wir doch, sagt der Fahrer. Da sind sie aber zu weit gefahren! Wie bitte? Ihr Kollege meinte, der Bus würde direkt in diese Straße fahren! Woher soll ich das wissen, zumal mir die Stadt noch neu ist? Der Fahrer hätte ja sagen können, ich müsse dafür in einer anderen Straße aussteigen und den Rest zu Fuß gehen. Diese dumme Sau! Letzteres sagte ich nicht, dachte es mir aber. Und wäre der Fahrer noch anwesend gewesen, hätte ich meinem Ärger auf jeden Fall Luft gemacht. Doch dieser Fahrer kann ja nichts dafür, was sein Kollege verzapft.
Nun stehe ich an einer Haltestelle und warte auf den Bus in die andere Richtung. Während des Wartens ruft mein Chef an. Nachdem er hört, was sich abspielte, macht er sich auf dem Weg, um mich abzuholen und in die Werkstatt zu fahren. Wie nett! Dennoch muss ich weitere 20 Minuten warten, während dessen mir allmählich kalt wird. Es wird zwar Sommer, sonderlich warm ist es aber in den Abendstunden nicht.
So komme ich gegen 16 Uhr tatsächlich noch in der Werkstatt an, zahle, fahre heim, verstaue die Winterreifen im Keller und inseriere das KFZ zwecks Verkauf. Abendteuer Busfahren.
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Obstgesicht
revolution9, 14:04h

Ich würde es ja im Blog "Gesichter" veröffentlichen. Es ist aber kein Gesicht, welches von Natur her so ausschaut, sondern wurde mittels Edding manipuliert. Hat was, gell!? :-)
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Sonntag, 21. März 2010
Familienausflug im ADAC Abschleppwagen
revolution9, 20:45h
Was für ein Wochenende. Kinder abgeholt, auf halber Strecke sehe ich, dass die Fahrzeuge große Distanz halten. Es war schon dämmrig, also musste ich etwas genauer in den Spiegel schauen, um den weißen Qualm zu sehen, der aus dem Fahrzeug kam, in dem ich saß. Mal wieder der Turbo. Der dritte in 3 Jahren. Opel und Qualität scheinen nicht wirklich zusammen zu passen. Die aktuellen Probleme des Unternehmens müssen ihre Ursache haben. Eine, die ich abermals deutlich bemerkt habe.
Wir hätten noch 150 Kilometer fahren müssen. Statt dessen stehen wir nun auf einem Rastplatz. Nein, kein Rastplatz mit Restaurant, schön beleuchtet, wohlmöglich mit Spielplatz. Es stehen lediglich ein paar Sitzbänke, der größte Luxus ist eine öffentliche Toilette.
Nachdem der ADAC informiert wurde, warten wir eine Stunde, bis ein einfacher Reparaturwagen ankommt. Zwar teilte ich mit, dass das KFZ nicht auf die Schnelle reparabel ist, aber was soll man machen. Der Herr stellt fest, das KFZ ist nicht reparabel (haben wird das nicht schon mal irgendwo gehört?) und bestellt ein Abschleppwagen. Wieder eine Stunde warten. Keineswegs erscheint ein Abschleppwagen eine halbe Stunde früher. Nein, so etwas gibt es nicht. Ich bin es gewohnt, nach einer Stunde (wohlgemerkt insgesamt 2 Stunden) anrufen zu müssen und erfahre dann, in wenigen Minuten sei der Abschleppwagen da, was dann seltsamerweise auch der Fall ist. Es erscheint so, sei der Vorgang 2 x 1 Stunde unbedingt einzuhalten.
Alle steigen genervt in den LKW, 2 Kinder, Mutter und ich. Langsam, ein LKW fährt für gewöhnlich nur 80km/h trotten wir die Strecke, die wir normalerweise mit dem KFZ wären gefahren. Um 12 Uhr Mitternacht sind wir schließlich zu hause angekommen, nachdem das Fahrzeug bei einer Werkstatt abgeladen und wir freundlicherweise nach hause gefahren wurden. Damit enfiel wenigstens, nochmals im Dunkeln auf ein Taxi zu warten.
Das Wochenende verbrachten wir fast ausschließlich daheim. Geplant war unter anderem ein Ausflug in den Zoo. So mussten wir uns die ganze Zeit anders beschäftigen. Mal etwas anderes. Die Mutter musste die beiden wieder abholen. So merkt sie wenigstens, wie es ist, so lange zu fahren, Kinder einzuladen und die gleiche Strecke nochmals zurück zu fahren. Da schmerzt einem der Hintern und es ist wirklich nervig, so lange zu fahren. Zumindest empfinde ich es so. LKW-Fahrer könnte ich nicht werden. Leitfosten zählen ist wirklich kein Job für mich.
Wir hätten noch 150 Kilometer fahren müssen. Statt dessen stehen wir nun auf einem Rastplatz. Nein, kein Rastplatz mit Restaurant, schön beleuchtet, wohlmöglich mit Spielplatz. Es stehen lediglich ein paar Sitzbänke, der größte Luxus ist eine öffentliche Toilette.
Nachdem der ADAC informiert wurde, warten wir eine Stunde, bis ein einfacher Reparaturwagen ankommt. Zwar teilte ich mit, dass das KFZ nicht auf die Schnelle reparabel ist, aber was soll man machen. Der Herr stellt fest, das KFZ ist nicht reparabel (haben wird das nicht schon mal irgendwo gehört?) und bestellt ein Abschleppwagen. Wieder eine Stunde warten. Keineswegs erscheint ein Abschleppwagen eine halbe Stunde früher. Nein, so etwas gibt es nicht. Ich bin es gewohnt, nach einer Stunde (wohlgemerkt insgesamt 2 Stunden) anrufen zu müssen und erfahre dann, in wenigen Minuten sei der Abschleppwagen da, was dann seltsamerweise auch der Fall ist. Es erscheint so, sei der Vorgang 2 x 1 Stunde unbedingt einzuhalten.
Alle steigen genervt in den LKW, 2 Kinder, Mutter und ich. Langsam, ein LKW fährt für gewöhnlich nur 80km/h trotten wir die Strecke, die wir normalerweise mit dem KFZ wären gefahren. Um 12 Uhr Mitternacht sind wir schließlich zu hause angekommen, nachdem das Fahrzeug bei einer Werkstatt abgeladen und wir freundlicherweise nach hause gefahren wurden. Damit enfiel wenigstens, nochmals im Dunkeln auf ein Taxi zu warten.
Das Wochenende verbrachten wir fast ausschließlich daheim. Geplant war unter anderem ein Ausflug in den Zoo. So mussten wir uns die ganze Zeit anders beschäftigen. Mal etwas anderes. Die Mutter musste die beiden wieder abholen. So merkt sie wenigstens, wie es ist, so lange zu fahren, Kinder einzuladen und die gleiche Strecke nochmals zurück zu fahren. Da schmerzt einem der Hintern und es ist wirklich nervig, so lange zu fahren. Zumindest empfinde ich es so. LKW-Fahrer könnte ich nicht werden. Leitfosten zählen ist wirklich kein Job für mich.
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Freitag, 12. März 2010
Der Praktikant
revolution9, 18:21h
Plötzlich gibt es einen Praktikanten im Büro. Es ist der Sohn oder Bruder einer jener Damen, mit dem einer der Geschäftsführer joggen geht. Er studiert Informatik, ist noch am Anfang des Studiums. Verwunderlich, dass heute kaum mehr Sprachen wie C und der Bereich NET gelehrt werden. Er soll sich nur mit Java auskennen. Eine direkte Gefahr ist er also nicht, das steht fest. Warum denke ich das überhaupt? Muss ich gleich immer vom schlimmsten Fall ausgehen? Außerdem beherrsche ich mein Gebiet sehr gut, habe viel Erfahrung und KnowHow.
In der letzten Zeit bin ich wieder öfter im Büro, anstatt von daheim zu arbeiten. Sicher auch das Resultat des Praktikanten. :-) Besitzergreifend sitze ich auf meinem Bürostuhl, der selbstverständlich nur mein Stuhl ist, sowie vor meinem höchsteigenen TFT. Alles an meinem Arbeitsplatz wurde von mir ausgewählt und extra für mich bestellt, keine Billigware, alles exklusiv.
Von daheim zu arbeiten ist auf Dauer sehr eintönig. Man kommt nicht vor die Tür, sieht kaum Menschen. Ein Tag im Büro ist weckt auf. Die Gehirnareale für zwischenmenschliche Beziehungen wird stimuliert. Und unterwegs besteht die Möglichkeit, die eine oder andere sympathische Dame kennenzulernen.
Was Beziehungen betrifft, kann es nur aufwärts gehen. Erlebte charakterliche wie auch partnerschaftliche Defizite sind kaum zu überbieten. Weiter nach unten geht es nur schwerlich. Also, egal was kommt, es wird besser sein. Bei ihr wird es allerdings anders aussehen. In der Regel klingt dergleichen eingebildet, in diesem Falle jedoch kann ich ohne jegliche Bedenken sagen, ich war mitunter das Beste, was sie je gehabt hat und haben wird. Doch genug über pubertierende über 45er Wackeldackelhintern, deren primitive Persönlichkeit primär aus Sex, Fernsehen und Essen besteht.
Dieses Wochenend schaue ich nach einer neuen Wohnung. Es wird Zeit, dass ich aus dem dörflichen Stadtteil herauskomme, näher am Büro wohne. So kann ich im Sommer sogar mit dem Fahrrad fahren. Ein Date liegt dieses Wochenende auch an. Ich bin gespannt, wie es ausfallen wird. Vielleicht habe ich aber auch keine Lust und sage einfach ab. Ich entscheide mich kurzfristig.
In der letzten Zeit bin ich wieder öfter im Büro, anstatt von daheim zu arbeiten. Sicher auch das Resultat des Praktikanten. :-) Besitzergreifend sitze ich auf meinem Bürostuhl, der selbstverständlich nur mein Stuhl ist, sowie vor meinem höchsteigenen TFT. Alles an meinem Arbeitsplatz wurde von mir ausgewählt und extra für mich bestellt, keine Billigware, alles exklusiv.
Von daheim zu arbeiten ist auf Dauer sehr eintönig. Man kommt nicht vor die Tür, sieht kaum Menschen. Ein Tag im Büro ist weckt auf. Die Gehirnareale für zwischenmenschliche Beziehungen wird stimuliert. Und unterwegs besteht die Möglichkeit, die eine oder andere sympathische Dame kennenzulernen.
Was Beziehungen betrifft, kann es nur aufwärts gehen. Erlebte charakterliche wie auch partnerschaftliche Defizite sind kaum zu überbieten. Weiter nach unten geht es nur schwerlich. Also, egal was kommt, es wird besser sein. Bei ihr wird es allerdings anders aussehen. In der Regel klingt dergleichen eingebildet, in diesem Falle jedoch kann ich ohne jegliche Bedenken sagen, ich war mitunter das Beste, was sie je gehabt hat und haben wird. Doch genug über pubertierende über 45er Wackeldackelhintern, deren primitive Persönlichkeit primär aus Sex, Fernsehen und Essen besteht.
Dieses Wochenend schaue ich nach einer neuen Wohnung. Es wird Zeit, dass ich aus dem dörflichen Stadtteil herauskomme, näher am Büro wohne. So kann ich im Sommer sogar mit dem Fahrrad fahren. Ein Date liegt dieses Wochenende auch an. Ich bin gespannt, wie es ausfallen wird. Vielleicht habe ich aber auch keine Lust und sage einfach ab. Ich entscheide mich kurzfristig.
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Montag, 1. März 2010
Kategorien des individuellen Horizontes
revolution9, 12:24h
Kategorie 1:
Erkennt Defizite und löst sie.
Kategorie 2:
Erkennt, was falsch läuft, hat aber Schwierigkeiten, damit umzugehen.
Kategorie 3:
Erkennt keine Defizite und wäre auch nicht wirklich in der Lage, etwas zu verändern.
Erkennt Defizite und löst sie.
Kategorie 2:
Erkennt, was falsch läuft, hat aber Schwierigkeiten, damit umzugehen.
Kategorie 3:
Erkennt keine Defizite und wäre auch nicht wirklich in der Lage, etwas zu verändern.
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Sonntag, 21. Februar 2010
Denken anregende Freunde mit Midlifecrisis
revolution9, 16:15h
Es ist in kurzem Abstand bereits der zweite Freund, der mich anrief und während des Telefonats in Tränen ausbrach. "Ich sitze den ganzen Tag in der Bude und starre die Wand an. Wirklich! Den ganzen Tag starre ich auf diese weiße Wand!", und schnauft in ein Taschentuch.
Die Situation erinnert mich an ein Telefonat Mitte Dezember. Auch hier rief mich ein Bekannter aus alten Zeiten an und teilte mir mit, er würde wieder trinken und wisse nicht mehr weiter, das Leben hätte doch keinen Sinn mehr. Das scheint sich zu häufen in letzer Zeit.
Jeder Mensch sollte fortwährend an sich arbeiten. Die Probleme wandeln sich. Probleme hat jeder immer, sind keine da, werden schnell welche gefunden.
Die Menschen, die mich anriefen, haben aber nicht nur gewöhnliche Probleme, sie sind in einer Lebenskrise. Stabil wirkende Personen fallen plötzlich in ein tiefes Loch, aus dem sie nicht mehr ohne fremde Hilfe herauszukommen scheinen. Diese Lebenskrise trifft diese Menschen oft nach dem 40. Lebensjahr. Ein Alter, welches einen Mittelpunkt darstellt. Man bewegt sich mit großen Schritten auf etwas zu, was allgemein als "alt" bewertet wird. Ist erst das Fünfzigste erreicht fehlt nicht mehr viel zum Sechszigsten. Begriffe wie Rente, Opa, Oma, und auch Tod machen Angst. Wo steht der Mensch, was hat er, was nicht. Wenn in diesem Moment bewußt wird, arbeitslos und alleinstehend zu sein, kann schnell Panik entstehen.
"Ich kenne mich damit aus, ich habe nicht Biologie als Studienfach gewählt. Das ist Neurophysiologie...", während er mich mit Synapsen und Neurotransmittern vollredet, versuche ich zu verstehen, warum er die Ursachen im Physischen und nicht in der Psyche sucht. "Irgendwas ist bei mir durcheinander geraten, nicht mehr in Ordnung, da muss man notfalls mit Medikamenten eingreifen... nein, die Gedanken sind doch auch nur ein Resultat der physischen Vorgänge!", erwidert er auf meinen Einwand, er könne mit seinem Denken die neurophysiologischen Vorgänge ins Positive beeinflussen.
"Es ist im Grunde wie eine Erkältung, der Körper ist krank." Sicher hat er damit Recht, die Vorgänge im Gehirn sind auf jeden Fall durcheinander gekommen. Dergleichen kann jedoch auch mit negativen Gedanken verursacht werden, wie es inzwischen sogar Allgemeinwissen ist. Depressionen durch negative Gedanken. Doch lehnt er das ab, da für ihn die Gedanken, wie auch die gesamte Psyche, nichts weiter als "ein Ergebnis der physischen Vorgänge und der Genetik ist und setzen letztere mit dem Tod aus, ist auch nix mehr mit Psyche. Auch keine Seele, nichts mehr!"
Als Beispiel beschreibe ich, wie es den Yanomami-Indianern in Südamerika ergeht. Ein Naturvolk, das Depressionen kaum kennt, plötzlich, aus dem Wald getrieben, dazu genötigt, arbeiten zu gehen. Doch Arbeit ist rar. Depressionen setzen ein und es wird zu Alkohol gegriffen. Die Situation der Indianer wird im Song "Don't give up" von Peter Gabriel / Kate Bush grob beschrieben. Wenn Depressionen also auf Genetik, auf physiologische Vorgänge beruht, wie erklärt er sich, dass diese Idios krank werden, frage ich ihn. Die Umgebung, die äußeren Einflüsse, wie auch das Denken, die innere Einstellung, haben hier zu einer Veränderung der inneren Vorgänge geführt, nicht umgekehrt. Es ist ein Wechselspiel zwischen physiologischen und psychischen Vorgängen, verbleibe ich auf meiner Ansicht. "Die Indios haben diese Gene sicher schon in sich gehabt.", antwortet er.
Insgesamt kommen wir nicht wirklich weiter und scheinen aneinander vorbei zu reden. Seine Aussagen regten mich auf jeden Fall an, darüber nachzudenken. Seine Ansicht, die Gedanken, die gesamte Psyche, sei nur Resultat der Physiologie, sind nicht von der Hand zu weisen. Wie sollten die Geanken dann die Physiologie beeinflussen können, gleichsam der Frage um die Vorexistenz von Ei und Huhn. Ist es nicht so, dass es automatisierte wie auch vom Individuum beinflussbare Vorgänge gibt. Die eine Schiene mag die automatisierte Physiologie sein, die andere Schiene die Psychologie, die zwar aus ersterer hervorgeht, jedoch Rückkopplung auf diese ausübt.
Es freut mich, dass ihm das Telefonat gut tat. Wie er selber sagt, bereits das darüber Sprechen, jemanden zu haben, der zuhört, ist schon hilfreich. Ich danke ihm für das interessante Thema, das wir im Gespräch gefunden haben.
Ich versuche, eine Versinnbildlichung zu finden. Das Beispiel des Getriebes im fahrenden Fahrzeuges trifft es nicht. Das Getriebe hat zwar Einfluss auf das Fahren, geht aber nicht aus diesem hervor. Hmm, schwierig. Aktuell fehlt mir aber die Motivation, darüber nachzudenken.
Die Situation erinnert mich an ein Telefonat Mitte Dezember. Auch hier rief mich ein Bekannter aus alten Zeiten an und teilte mir mit, er würde wieder trinken und wisse nicht mehr weiter, das Leben hätte doch keinen Sinn mehr. Das scheint sich zu häufen in letzer Zeit.
Jeder Mensch sollte fortwährend an sich arbeiten. Die Probleme wandeln sich. Probleme hat jeder immer, sind keine da, werden schnell welche gefunden.
Die Menschen, die mich anriefen, haben aber nicht nur gewöhnliche Probleme, sie sind in einer Lebenskrise. Stabil wirkende Personen fallen plötzlich in ein tiefes Loch, aus dem sie nicht mehr ohne fremde Hilfe herauszukommen scheinen. Diese Lebenskrise trifft diese Menschen oft nach dem 40. Lebensjahr. Ein Alter, welches einen Mittelpunkt darstellt. Man bewegt sich mit großen Schritten auf etwas zu, was allgemein als "alt" bewertet wird. Ist erst das Fünfzigste erreicht fehlt nicht mehr viel zum Sechszigsten. Begriffe wie Rente, Opa, Oma, und auch Tod machen Angst. Wo steht der Mensch, was hat er, was nicht. Wenn in diesem Moment bewußt wird, arbeitslos und alleinstehend zu sein, kann schnell Panik entstehen.
"Ich kenne mich damit aus, ich habe nicht Biologie als Studienfach gewählt. Das ist Neurophysiologie...", während er mich mit Synapsen und Neurotransmittern vollredet, versuche ich zu verstehen, warum er die Ursachen im Physischen und nicht in der Psyche sucht. "Irgendwas ist bei mir durcheinander geraten, nicht mehr in Ordnung, da muss man notfalls mit Medikamenten eingreifen... nein, die Gedanken sind doch auch nur ein Resultat der physischen Vorgänge!", erwidert er auf meinen Einwand, er könne mit seinem Denken die neurophysiologischen Vorgänge ins Positive beeinflussen.
"Es ist im Grunde wie eine Erkältung, der Körper ist krank." Sicher hat er damit Recht, die Vorgänge im Gehirn sind auf jeden Fall durcheinander gekommen. Dergleichen kann jedoch auch mit negativen Gedanken verursacht werden, wie es inzwischen sogar Allgemeinwissen ist. Depressionen durch negative Gedanken. Doch lehnt er das ab, da für ihn die Gedanken, wie auch die gesamte Psyche, nichts weiter als "ein Ergebnis der physischen Vorgänge und der Genetik ist und setzen letztere mit dem Tod aus, ist auch nix mehr mit Psyche. Auch keine Seele, nichts mehr!"
Als Beispiel beschreibe ich, wie es den Yanomami-Indianern in Südamerika ergeht. Ein Naturvolk, das Depressionen kaum kennt, plötzlich, aus dem Wald getrieben, dazu genötigt, arbeiten zu gehen. Doch Arbeit ist rar. Depressionen setzen ein und es wird zu Alkohol gegriffen. Die Situation der Indianer wird im Song "Don't give up" von Peter Gabriel / Kate Bush grob beschrieben. Wenn Depressionen also auf Genetik, auf physiologische Vorgänge beruht, wie erklärt er sich, dass diese Idios krank werden, frage ich ihn. Die Umgebung, die äußeren Einflüsse, wie auch das Denken, die innere Einstellung, haben hier zu einer Veränderung der inneren Vorgänge geführt, nicht umgekehrt. Es ist ein Wechselspiel zwischen physiologischen und psychischen Vorgängen, verbleibe ich auf meiner Ansicht. "Die Indios haben diese Gene sicher schon in sich gehabt.", antwortet er.
Insgesamt kommen wir nicht wirklich weiter und scheinen aneinander vorbei zu reden. Seine Aussagen regten mich auf jeden Fall an, darüber nachzudenken. Seine Ansicht, die Gedanken, die gesamte Psyche, sei nur Resultat der Physiologie, sind nicht von der Hand zu weisen. Wie sollten die Geanken dann die Physiologie beeinflussen können, gleichsam der Frage um die Vorexistenz von Ei und Huhn. Ist es nicht so, dass es automatisierte wie auch vom Individuum beinflussbare Vorgänge gibt. Die eine Schiene mag die automatisierte Physiologie sein, die andere Schiene die Psychologie, die zwar aus ersterer hervorgeht, jedoch Rückkopplung auf diese ausübt.
Es freut mich, dass ihm das Telefonat gut tat. Wie er selber sagt, bereits das darüber Sprechen, jemanden zu haben, der zuhört, ist schon hilfreich. Ich danke ihm für das interessante Thema, das wir im Gespräch gefunden haben.
Ich versuche, eine Versinnbildlichung zu finden. Das Beispiel des Getriebes im fahrenden Fahrzeuges trifft es nicht. Das Getriebe hat zwar Einfluss auf das Fahren, geht aber nicht aus diesem hervor. Hmm, schwierig. Aktuell fehlt mir aber die Motivation, darüber nachzudenken.
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